Baseline
Auf einen Blick
Was ist eine Baseline?
Im Kern stellt eine Baseline einen eindeutigen „Einfrierzustand“ einer Planungsgröße dar, der typischerweise nach Abschluss der Planungsphase festgelegt wird und nicht ohne formale Freigabe geändert werden darf. Baselines können einzelne Aspekte wie Umfang (Scope), Terminplan oder Kosten betreffen oder als kombinierte Leistungsreferenz genutzt werden.
Eine Baseline ist kein statisches Dokument, das einfach nur abgelegt wird: Sie dient als zentrale Grundlage für die spätere Leistungs- und Fortschrittsmessung. Beantwortet also die Frage, ob ein Projektplan eingehalten, verbessert oder angepasst werden muss.
Funktion und Zweck im Projektverlauf
Die Etablierung einer Baseline hat mehrere zentrale Zwecke:
- Sie schafft einen klaren Ausgangspunkt, von dem aus Ist-Zustand und Plan verglichen werden können.
- Abweichungen bei Umfang, Zeit oder Kosten werden dadurch messbar und steuerbar.
- Baselines unterstützen die Change-Kontrolle, indem sie klar definieren, welche Änderungen formell freigegeben werden müssen.
- Sie bilden die Grundlage für gängige Controlling-Methoden wie Earned Value Management (EVM).
Typische Komponenten einer Baseline
In klassischen Projekten werden Baselines meist für folgende Aspekte festgelegt:
- Scope Baseline: Definition dessen, was im Projekt enthalten ist und geliefert wird.
- Schedule Baseline: Genehmigter Zeitplan einschließlich Meilensteinen.
- Cost Baseline: Ursprünglicher, genehmigter Budgetplan.
Diese drei Baselines bilden gemeinsam oft die Performance Measurement Baseline, auf deren Basis Leistungsabweichungen im Projekt bewertet werden.



